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Was man daraus für die Hadith-Wissenschaft entnehmen kann

Teil 2 · Volltext-Kapitel aus dem Buch Das islamische Glaubensbekenntnis · Als PDF lesen

Aus den bisher erwähnten Texten und vor allem aus den letztgenannten Aussagen der frühen islamischen Hadith-Gelehrten lassen sich folgende wichtige Erkenntnisse über die Hadith-Wissenschaften gewinnen:

Dies muss jeder Historiker ohne irgendeinen Zweifel anerkennen, weil es für etwas Vergleichbares keine historischen Spuren gibt, die dies belegen würden.

Würde man anders vorgehen und alle Überlieferungen wegen eines einzelnen Fehlers pauschal ablehnen, würde das zwangsläufig zur grundsätzlichen Ablehnung jeglicher menschlichen Überlieferung führen, und das wäre in höchstem Maße absurd. Jeder Mensch mit einem Mindestmaß an Vernunft kann dieser Tatsache unmöglich widersprechen.

Denn wenn solche Überlieferungen von höchster Genauigkeit und Qualität abgelehnt würden, müssten alle anderen Arten historischer Überlieferung noch viel eher und von Grund auf völlig unbrauchbar werden.

Wie könnte man auf der einen Seite eine Überlieferung mit einer Überlieferungskette ablehnen, die zudem ausführlich und mehrfach studiert, geprüft und verglichen wurde, und auf der anderen Seite irgendeine Erzählung akzeptieren, die gar keine Überlieferungskette aufweisen kann?!

Umso mehr gilt diese Gegenüberstellung für Überlieferungen, die nicht nur mit einer einzelnen Kette, sondern mit zwei, drei oder noch viel mehr Ketten überliefert wurden.

Abschließend sei nochmals darauf hingewiesen, dass auch derartige seltene Fehler von solchen bekannten Überlieferern durchaus durch weiteren Vergleich herausgefunden werden konnten.

Ahmad hatte in der zuvor erwähnten Aussage auf diesen Umstand hingewiesen.

Es ist angebracht, dies anzumerken, da es – auch im deutschsprachigen Raum – nicht selten vorkommt.