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Kriegsverbrechen allgemein

Hauptteil · Volltext-Kapitel aus dem Buch Das strikte Verbot des Tötens von Frauen, Kindern und sonstigen Wehrlosen im Islam · Als PDF lesen

Jedoch sind Kriegsverbrechen und Gräueltaten, die den alten islamischen Richtlinien zuwiderlaufen, bei weitem nicht nur bei Menschen zu finden, die sich dem Islam zuzählen.

Kriegsverbrechen, bei denen ganz klar auf Zivilisten, auch Frauen und Kinder abgezielt wurde, sind über die letzten Jahrzehnte immer wieder berichtet worden – viele dieser Kriegsverbrechen gingen von US-amerikanischer Seite aus34.

Das zur Zeit des Vietnamkriegs verübte und bekanntgewordene Massaker von My Lai am 16. März 1968 bleibt den Menschen nach wie vor in historischer Erinnerung. Die US-Soldaten vergewaltigten Frauen und ermordeten 504 Menschen und damit eigentlich alle Zivilisten des Dorfes, darunter Frauen, Kinder und Greise. Auch sämtliche Tiere wurden getötet.

Die völlige Auslöschung irgendwelcher Dörfer, in denen sich ausschließlich Frauen, Kinder und andere Zivilisten befinden, war eigentlich in allen jüngeren amerikanischen Kriegen, wie z. B. im Irak-Feldzug, ein sich wiederholender Vorgang. Solche Dinge wurden von den amerikanischen Massenmedien selbst regelmäßig thematisiert und häufig auch von der US-Filmindustrie verarbeitet.

In der Regel versucht die amerikanische Armee derartige Vorfälle anfänglich zu vertuschen, wie dies auch beim Vorfall in My Lai zunächst versucht wurde. Man kann bei solchen Vorfällen sicher von einer um einiges höheren Dunkelziffer ausgehen, also von zahlreichen Vorfällen, die niemals den Weg in die Berichterstattung fanden.

Auch der Fall von US-Spezialeinheiten in Afghanistan, denen ziemlich freie Hand gelassen wurde bei der Ausführung von Aufträgen zur Eliminierung zahlreicher Einzelpersonen, ist hier erwähnenswert. Bei diesen Aktionen wurden unzählige Zivilisten, Frauen und Kinder beim Erstürmen der Häuser getötet, was über einen langen Zeitraum einfach in Kauf genommen wurde. Auch eine solche Vorgehensweise widerspricht den genannten islamischen Richtlinien.

Ich halte diese Dinge für erwähnenswert, weil ich der Meinung bin, dass es eine solche Häufigkeit derartiger Vorfälle nur deshalb geben kann, weil es sowohl bei der Führung als auch in der unteren Führungsebene und bei den Soldaten der gewöhnlichen Armee wie auch bei den Spezialeinheiten eine Geringschätzung moralischer Werte und eine gewisse Verantwortungslosigkeit gibt.

Eleanor Roosevelt, der Ehefrau des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, wird eine bekannte Aussage zugeschrieben, welche die hier angesprochene Problematik auf den Punkt bringt. Darin beschrieb sie die US-Marines mit den folgenden Worten:

„The Marines I have seen around the world have the cleanest bodies, the filthiest minds, the highest morale, and the lowest morals of any group of animals I have ever seen. Thank God for the United States Marine Corps!“

„Die Marines, die ich überall auf der Welt sah, haben die reinsten Körper, den schmutzigsten Verstand, den größten Kampfgeist und die niedrigste Moral aller Tiergruppen, die ich je gesehen habe. Gott sei Dank für das United States Marine Corps!“

Diese Aussage spricht Bände über das Verhalten und die Moral US-amerikanischer Truppen. Noch merkwürdiger ist, wenn einige Angehörige der Truppe – wenn auch nicht alle – eine solche Beschreibung auch noch mit Stolz erfüllt. Bei solchen Zuständen verwundert es nicht, dass es immer wieder zu verheerenden Entgleisungen kommt.

Abgesehen von diesem Hinweis geht es hier darum zu zeigen, dass der Islam ebensolche Handlungen, wie sie auch im gegenwärtigen Kriegsgeschehen immer wieder vorkommen, verbietet.

Wenn sich Gräueltaten und Blutrausch in einer Armee breit machen, dann ist etwas äußerst aus dem Ruder gelaufen, ganz egal ob es sich dabei um den sogenannten „IS“, die US-Armee oder eine sonstige Armee handelt.

Was die Menschen betrifft, die sich dem Islam zuzählen, so werden ihnen die islamischen Anordnungen nicht Einhalt gebieten können solange

1) diese Anordnungen nicht gekannt, oder

2) die eigenen Neigungen befolgt und so die Anordnungen bewusst verzerrt werden.

Fußnoten

  1. Es soll also nicht so verstanden werden, dass die Kriegsverbrechen der letzten Jahrzehnte ausschließlich von US-amerikanischer Seite verübt wurden. Ebenso soll dies kein verallgemeinertes Urteil über alle US-Amerikaner sein. Es wird darauf bewusst nochmals hingewiesen, damit nicht der Eindruck entsteht, der Verfasser dieser Schrift hätte irgendeine pauschale Aversion gegen den nordamerikanischen Kontinent und alles, was damit irgendwie in Verbindung steht. Das ist nicht der Fall.