Anmerkung zu meinen eigenen Freitagsansprachen
Bei dem Gesagten denke ich natürlich ebenso an meine eigenen Freitagsansprachen, deren Aufnahmen auch veröffentlicht sind. Es gab damals folgende Gründe, die mich dazu veranlassten, die Khutbah in die Länge zu ziehen:
1) Dass die Originaltexte in Arabisch verlesen wurden und dann ins Deutsche übersetzt und erklärt werden mussten. Diese Dinge erfordern zusätzlich Zeit, weshalb es mir zweckmäßig erschien, die Gesamtzeit länger zu halten.
2) Dass die Khutab aufgenommen wurden und bei mir die – obengenannte – Idee vorherrschte, man sollte den Zuhörern möglichst viele nützliche Informationen zugänglich machen.
3) Dass dies jeder so machte, weshalb auch bei mir der Eindruck entstand, dass es zwar in Ordnung ist, wenn ein Khatib die Khutbah kurz hält, es aber unter gewissen Umständen besser sein könnte, die Khutbah länger zu gestalten.
Da dies im Grunde jeder heute so macht, hat man für diese Angelegenheit kein Bewusstsein bzw. denkt man sich, dass es ganz grundsätzlich eine Ansichtssache ist und es letztlich auf die Umstände ankommt.
Rückblickend empfehle ich dies jedoch nicht, sondern rate allen Geschwistern, die in die Situation kommen, eine Khutbah zu machen, diese möglichst kurz, dafür aber aussagekräftig zu gestalten.
Auch wenn mehrere Personen von den Aufnahmen nach wie vor profitieren – alhamdu lillah –, so ist es wie gesagt von der Sunnah, die Khutbah im Allgemeinen kurz zu halten. Würde ich wieder in diese Situation kommen, würde auch ich die Khutbah deutlich kürzer machen.
Dies sollte als allgemeiner Hinweis zu meinen Freitagsansprachen erwähnt werden.
Wallahu a'lam ... und Allah weiß es am besten.
وصلّى الله على نبيّنا محمّد وآله وصحبه ومن والاه
والحمد لله ربّ العالمين