Der Unterschied zwischen Polytheisten und Monotheisten in der islamischen Theologie
Es hat sich aus den bisherigen Ausführungen schon deutlich gezeigt, dass jegliche tatsächlich polytheistische Handlung den Islam einer Person unmöglich macht. Wer seine Anbetung und seinen Gehorsam nicht völlig rein macht und neben dem einen Schöpfer anderen dient, der kann aus vielen Gründen nicht als Muslim betrachtet werden.
Zusammenfassend kann hierbei gesagt werden, dass der Polytheist folgende grundlegende theologische Prinzipien und Eigenschaften nicht erfüllt, die für eine Umsetzung des Monotheismus unerlässlich sind:
- Er erfüllt nicht den Ikhlas, die Reinigung der Taten für Allah سبحانه وتعالى.
- Er ist kein Hanif und folgt nicht der sog. Hanifiyyah, mit der in den islamischen Quellen der Monotheismus beschrieben wird.
- Er folgt nicht der ursprünglichen Lehre Abrahams (millatu Ibrahim), die ebenfalls im Koran mehrfach erwähnt und erläutert wird.
- Er erfüllt nicht das theologische Grundprinzip des al-kufru bi-t-taghut, welches die Lossagung von den Götzen, Tyrannen und allem, dem neben Allah gedient wird, beschreibt.
Diese vier Punkte sollen in den folgenden Kapiteln noch einmal einzeln betrachtet und verdeutlicht werden.