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Hinweise zur 2. Ausgabe

Volltext-Kapitel aus der Schrift Der Ghuluww – Die Krankheit der Übertreibung im Din · Als PDF lesen

بسم الله والحمد لله والصلاة والسلام على رسول الله وعلى آله وصحبه ومن والاه

Zu Beginn dieser zweiten Ausgabe sei zur Verdeutlichung auf einige Punkte hingewiesen, die manche Leser missverstanden haben könnten:

  1. Diese kurze Schrift ist lediglich als Hinweis konzipiert und nicht als umfassende Besprechung der verschiedenen Irrwege und Irrmeinungen im Bereich der Übertreibung in der Religion. Eine umfassende Arbeit über dieses Thema zu schreiben, ist mir bis auf weiteres nicht möglich. Schar'an – also aus der Schari'ah-Perspektive – ist es in so einer Situation durchaus angemessen, einen Hinweis in dem möglichen und umsetzbaren Ausmaß zu geben und nicht völlig darauf zu verzichten. Das war der Grund für diesen Text.

    Darüber hinaus heißt dies nicht, dass die hier erwähnten Dinge keinen praktischen oder wissenschaftlichen Wert hätten. Es befinden sich in dieser Schrift zahlreiche wichtige Hinweise, die dem Muslim – vor allem wenn er noch ziemlich am Anfang der Befassung mit dem Islam steht – in vielen Punkten eine klarere Sicht vermitteln und ihn so, mit der Hilfe Allahs, vor viel Leid und Abirrung bewahren können. Man sollte den Text wegen seinem Aufbau und seiner Kürze in dieser Hinsicht also nicht missverstehen.

  2. Manch einem erschienen einige Formulierungen und der Aufbau dieses kurzen Textes vielleicht als etwas polemisch, also unwissenschaftlich. Vielleicht denkt man auch, dass so etwas nicht voll und ganz dem „Wissen“ angemessen sei und die Salaf so nicht gesprochen hätten. Solchen Leuten sei gesagt, dass sie einige Jahre von den Salaf konsequent lesen und sich dann noch einmal Gedanken hierzu machen sollten. Dabei sieht man nämlich zwangsläufig, dass meine Aussagen in diesem Text um einiges dezenter sind als so manche Widerlegung der Salaf gegen ihre Widersacher.

    Ich bin jedoch auch der Meinung, dass man die Redensart den zeitlichen und örtlichen Gegebenheiten anpassen sollte. Aus diesem Grund verzichte ich ganz allgemein und auch in dieser Schrift, wie oben erwähnt, auf übertriebene Härte und Polemik.

    Darüber hinaus habe ich versucht, diesen Punkt bei der vorliegenden zweiten Ausgabe noch weiter zu berücksichtigen.

  3. In diesem Text wurde von Anfang an nie über eine spezielle Person gesprochen. Tatsächlich handelt es sich um Erfahrungen der letzten Jahrzehnte mit unzähligen Personen, die ich entweder selbst direkt oder indirekt erlebte oder von denen ich anderweitig erfuhr.

    Und wer die hier genannten Dinge und vor allem die beschriebenen Eigenschaften der hier thematisierten Strömungen auch nur einigermaßen kennt, der weiß, dass man diese Eigenschaften bei fast allen Vertretern mehr oder weniger vorfindet.